Ich blicke zurück auf ein Jahr voller Höhenflüge – aber auch einiger Tiefschläge. Es war eine Zeit, in der meine Leidenschaft für diesen Sport auf die Probe gestellt wurde. Doch mein Wille war stärker und hat mich wieder aufstehen lassen.
Mein Ziel war klar: Der Sprung ins C- oder sogar B-Kader von Swiss-Ski. Eine großartige Saisonvorbereitung gab mir das Selbstvertrauen – ich wusste, dass ich das Potential dazu habe. Mit diesem Rückenwind startete ich voller Entschlossenheit in die Saison und konnte gleich zum Auftakt mehrmals triumphieren. Die Spur war gelegt, und ich zeigte, wo ich hingehöre. Doch ein kleiner Fehler – und plötzlich kam alles anders.
Die Vorbereitung lief fantastisch
Mitte Mai 2024 startete ich in die neue Saisonvorbereitung, dabei ging es in der ersten Phase primär darum Muskelmasse aufzubauen und stärker zu werden. Ende Juli ging es dann bereits mit den ersten Gletschertrainings in Saas-Fee los. Wir konnten diesen Sommer mehrheitlich von sehr guten Verhältnissen auf dem Gletscher profitieren, was diese Vorbereitungszeit wohl zu einer meiner bisher Besten machte. Um Fortschritt zu erzielen, legte ich den skitechnischen Schwerpunkt aufs optimale Timing der Kurveneinlenkung und darauf, meine Hüfte zentraler über den Ski zu bringen (speziell zwischen den Toren). Beiläufig pflegte ich weiterhin mein Athletiktraining und konnte auch hier weiter Fortschritte in Kraft, Kondition und Schnelligkeit, erzielen. Ich war zum ersten Mal in der Lage 135Kg über 3 Wiederholungen zu Squaten.
Als die Rennsaison langsam näher kam hatte ich 1–2-mal die Chance mit dem C-Kader zu trainieren. Ich konnte meine starke Form unter Beweis stellen und in den Zeitläufen ganz vorne mitfahren.


Beginn der Rennsaison – ich bin gespannt wie eine Feder
Der Auftakt zur Saison, fand mit 3 aufeinander folgenden Riesenslaloms, in Davos statt. Davon gewann ich zwei Rennen und beendete eines auf dem zweiten Platz. Mit diesen Resultaten konnte ich meine Punkte gleich auf 24.46 senken. Damit war ich in der Liste der U21 (CH) Athleten neu die Nr.1. Das war ein Start nach Mass und für mich war klar, in diesem Winter will ich um die Selektion für das B-Kader kämpfen.


Aber dann kam das Unverhoffte…
5 Tage nach den Rennen in Davos ging es mit 2 Super-Gs in Zinal weiter. Im ersten Rennen konnte ich mit einer guten Leistung auf den 7. Platz fahren. Am folgenden Tag, dem 11.12.2024, erlebte ich dann wortwörtlich den «einschneidendsten Tag meiner Saison». Fast schon im Ziel angekommen, hat es mich auf der letzten Welle abgehoben… Bei der Landung krachte ich mit voller Wucht ins zweitletzte Tor. Dabei lösten sich sofort beide Ski und ich kam heftig zu Fall, es ging alles sehr schnell! Nachdem es mich abermals überschlagen hatte, rutschte ich nur noch langsam über die Ziellinie. Inmitten des Zielraums kam ich schliesslich zum Stillstand. «Was ist gerade passiert?». Als ich mich aufrichten wollte, spürte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Um mich herum bildeten sich Blutflecken, auch mein Rennanzug war völlig verblutet. Langsam senkte ich den Blick zu meinen Beinen.


Ein Schockzustand überkam mich, Adrenalin flutete meinen Körper. Eine tiefe Schnittwunde am linken Knie offenbarte sich. Weiter bemerkte ich, dass viel Blut aus meinem Gesicht kam. Eine Ski Kante hat mir am Knie eine tiefe Schnittwunde zugeführt. Außerdem zog ich mir eine weitere Schnittwunde im Gesicht sowie zwei abgebrochene Zähne zu.
Ich wurde mit dem Helikopter nach Sion gebracht, wo mein Knie operiert und die Wunde im Gesicht genäht wurde. Nach einer Nacht im Spital durfte ich dann nach Hause. Es folgten in den nächsten Tagen mehrere Abklärungen und Tests, um zu schauen ob die Bänder in meinem Knie den Kräften des Sturzes standhalten konnten. Ich hatte wohl Glück im Unglück! Bis auf eine leichte Zerrung des vorderen Kreuzbandes gab es keine schwerwiegenden Inneren Verletzungen. Das ich aber für einige Zeit ausfallen würde war dennoch klar.
Mein Weg zurück auf die Piste

Zunächst musste ich mein linkes Bein zweieinhalb Wochen lang nahezu vollständig stillhalten; mein Knie durfte ich in dieser Zeit nicht mehr als 90 Grad beugen, bis schließlich die Fäden entfernt werden konnten. Das fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Als dann endlich der Moment kam, in dem ich wieder etwas mehr Bewegung zulassen durfte, setzte ich mich sofort ans EISENHORN, um mit geringer Belastung erste Bewegungen in das Bein zurückzubringen. Obwohl ich noch kaum schwere Lasten bewegen konnte, fühlte es sich wie ein riesiger Schritt in Richtung Comeback an. Die kommenden Wochen waren vollgepackt mit Physiotherapie und Wiederaufbau meiner Muskulatur im linken Bein.
Das Comeback wird endlich Tatsache
Nach viereinhalb Wochen harter Arbeit und intensiver Physiotherapie, kämpfte ich mich zurück auf die Skipisten. In den ersten Tagen bewegte ich mich nur langsam und sehr kontrolliert, um meinem Knie die nötige Sicherheit zu geben. Auch wenn ich am liebsten sofort wieder Vollgas gegeben hätte, musste ich mich in Geduld üben, um in kleinen Schritten voranzukommen.
Ab der sechsten Woche konnte ich wieder ins Stangentraining einsteigen. Dies noch mit wenig Umfang, da mein Knie nach zwei bis drei Fahrten zu schmerzen begann. Ich war gefordert, meine Trainingsfahrten mit einem genauen Plan in Angriff zu nehmen und meine Energie gut einzuteilen.
Nach fast 2 Monaten Rennunterbruch, stand ich zum ersten Mal wieder in Mürren bei zwei FIS-Riesenslaloms, am Start. Im ersten der beiden Rennen musste ich meine Fahrt nach 10 Toren abbrechen. Das Vertrauen voll drauf zu stehen fehlte einfach noch. Im zweiten Rennen fuhr ich zurückhaltend und bin mit einer soliden Leistung ins Ziel gekommen. Es resultierte trotzdem bereits wieder ein 11ter Rang. Bevor es mit den nächsten Rennen weiter ging, hatte ich nochmals die Gelegenheit in meiner Heimat im Schwarzsee, 2 Tage GS bei besten Bedingungen zu trainieren. Dort konnte ich mich optimal vorbereiten. Ich wollte bei den nächsten Rennen wieder ganz vorne mitzumischen.
Und tatsächlich gelang mir im ersten Riesenslalom in Les Diablerets direkt der Sprung aufs Podest (P2) – bei sehr starker Konkurrenz, darunter auch Daniele Sette (Ehemaliger Top 30 Weltcupfahrer in dieser Disziplin) oder Livio Hiltbrand (Aufstrebender Speedstar im Weltcup) und weitere hochklassige Fahrer. Dass meine Verletzung jedoch nicht einfach „passé“ war, machte sich noch lange bemerkbar. Um überhaupt an Rennen teilnehmen zu können, musste ich Schmerzmittel einnehmen – und das noch bis Anfang März.


Eine große vor allem mentale Prüfung, stand mir mit dem ersten Super-G-Rennen nach meiner Verletzung bevor. Und dies nicht auf irgendeiner Strecke, sondern auf der legendären „Pista Stelvio“ in Bormio – genau in jener Disziplin, in der ich meinen Unfall erlitten hatte. Mir wurde an diesem Tag wieder einmal klar, wie sehr die Fernsehbilder täuschen können. Der Zielhang sieht im TV gar nicht so steil aus. Als ich dann aber bei der Besichtigung in der Mitte des Hanges stand, unter meinen Füssen blankes Eis, wurde mir klar welch schwierige Aufgabe sich hier präsentierte – und das mit meinem lädierten Knie und noch nicht der normalen Beinkraft. Ich muss ehrlich zugeben, ich habe mich auch schon wohler am Start eines Super-Gs gefühlt. Ich habe mich dafür Tage lang mental auf diesen Moment vorbereitet.
Es hat mich viel Überwindung gekostet, aber ich habe den inneren Schweinehund besiegt und alles gegeben – am Ende wurde ich mit einem fantastischen 3. Platz belohnt! Damit habe ich nicht nur mein bestes Punkteresultat erreicht, sondern auch meinen ersten Podestplatz in dieser Disziplin gefeiert. Ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde!
JR Weltmeisterschaften in Tarvisio, ein besonderes und einmaliges Erlebnis
Eines meiner grossen Ziele in dieser Saison war die Teilnahme an den Junioren Weltmeisterschaften. Als einer von 16 Schweizer Nachwuchsathleten (8 Frauen und 8 Männer) wurde ich dank meinen guten Leistungen tatsächlich für die WM selektioniert.
Im Super-G wurde ich aufgrund eines technischen Problems am Ski, nachträglich disqualifiziert. Mein Hauptfokus lag ohnehin auf dem Riesenslalom, ich wollte mich von meiner besten Seite zeigen! Im ersten Lauf gelang mir ein starker Startabschnitt, und bis zur zweiten Zwischenzeit verlor ich nur 0,68 Sekunden. Im Mittelteil unterlief mir dann ein zeitraubender Fehler: In der Mitte der Fläche blieb ich unglücklich an einer Torstange hängen und verlor dabei den Speed für die Fläche. Da ist leider viel Zeit liegen geblieben. Irgendwie konnte ich mich aber noch retten und weiterfahren. Im Zwischenklassement warf mich der Zwischenfall auf Rang 24 zurück – mit einem Rückstand von +1,98 Sekunden auf den Führenden. Das ärgerte mich sehr, denn bei den ersten beiden Zwischenzeiten lag ich noch klar unter den Top 10.
Im zweiten Lauf konnte ich mich mit einer soliden Fahrt auf den 22. Schlussrang verbessern. Dass ich im letzten Sektor noch eine Abschnittsbestzeit gefahren bin, konnte an meiner riesigen Enttäuschung nichts mehr ändern. Ich hatte mir so viel vorgenommen und bin gescheitert. Zwar war ich am Ende bester Schweizer im Schlussklassement, doch das tröstete mich nur bedingt.
An der WM teilzunehmen war dennoch ein großartiges Erlebnis mit vielen schönen Momenten. Ich bin sehr dankbar diese Chance erhalten zu haben.

Zweite Saisonhälfte – Es geht für mich um sehr viel.
Die WM war verdaut und ich richtete meinen Blick wieder nach vorne auf meine nächsten Ziele. Zu diesem Zeitpunkt – Anfang März- hatte ich wohlgemerkt erst 14 Rennen bestritten (Inklusive WM). Somit stand für mich eher die zweite Saisonhälfte an, im Gegensatz zu meinen Teamkameraden, die den Endspurt der Saison in Angriff nahmen. Ich entschied mich dafür den Fokus im März hauptsächlich auf den Super-G zu setzten, da ich dort erst 3 Rennen bestritten hatte und noch grosses Potenzial zur Steigerung sah.
Ich hatte in dieser Zeit allerdings Mühe, zählbare Resultate einzufahren. Es reihten sich gleich mehrere Super-G-Rennen aneinander, bei denen das Gelände aus meiner Sicht zu einfach war (z.B. die Rennen in Pizol). Wenn man drei Viertel der Strecke in der Hocke und bei sehr geringem Tempo fahren kann, ist es für mich schwierig, irgendwo den Unterschied machen zu können.
Aber gut, ich musste es akzeptieren und das Beste daraus machen. Nach 4 gefahrenen Super-Gs stand ich immer noch ohne zählbares Resultat da. Ich machte mir Gedanken über die nächsten Schritte und plante gemeinsam mit meinem Coach die darauffolgenden Rennen. Der Plan war vor den Schweizermeisterschaften nochmals 2 Riesenslaloms zu bestreiten. Ich hatte meinen Koffer schon gepackt und meine GS-Ski schon bereitgestellt, als plötzlich die Nachricht kam, die Rennen seien abgesagt! «Das darf nicht wahr sein, im Moment ist einfach der Wurm drin» dachte ich mir. Ich war also gezwungen meinen Plan kurzfristig zu ändern. Ich hörte mich nach anderen Möglichkeiten um und entschied mich nochmals, einen Super-G in Frankreich zu bestreiten. Es musste alles sehr schnell gehen, nach der Absage der beiden Riesenslaloms war schon am darauffolgenden Tag die Anreise nach Frankreich geplant. Da mich aus meinem Trainerstaff niemand so kurzfristig begleiten konnte, entschied sich mein Vater spontan mitzukommen. Mit dem Wohnmobil reisten wir gemeinsam nach Le Grand Bornand. Dieser Ausflug hat sich gelohnt. Ich konnte mein zweitbestes Punkteresultat im SG herausfahren und war damit den Swiss Ski Selektionsrichtlinien sehr nahe gerückt. Dieses Resultat gab mir nochmal richtig Schub für die letzten Rennen.
Ab an die Schweizermeisterschaften
Vom 31. März bis 6. April 2025 fanden die Schweizer Meisterschaften in Zinal statt. Mein Fokus lag auch hier wieder auf dem Super-G und dem Riesenslalom. Im Super-G konnte ich eine super Fahrt zeigen. Da jedoch die Frauen vor uns auf derselben Piste ihr Rennen austrugen und es zudem zu längeren Unterbrüchen kam, war die Strecke bei meiner Startnummer 33, bereits sehr weich.
Es kam nicht mehr viel zurück vom Ski. Trotzdem hatte ich zum Beispiel nur +1.37 Sekunden Rückstand auf Weltcupstar Alexis Monney der mit der Nummer 1, bei harter, knackiger und schneller Piste startete. Das war gemessen an den Bedingungen wirklich eine Fahrt auf die ich stolz war. Nur leider punktemässig hat mir das nichts gebracht.
Auch im Riesenslalom zeigte ich eine solide Leistung. Allerdings unterliefen mir ein bis zwei Fehler zu viel, was am Ende Rang 18 bedeutete (U21 Zweiter). Mit dem Ende der Schweizermeisterschaften, beendeten auch die meisten Topshots ihre Rennsaison. Ich hatte hingegen noch ein Ziel… Es standen meine letzten 4 Riesenslaloms der Saison bevor.
Ich wollte noch einmal Gewinnen!
Der Endspurt

In St.Luc fand am 12.04 das Erste dieser 4 Rennen statt. Ich konnte mich, in den Tagen zuvor im Berner Oberland richtig gut vorbereiten. Das Selbstvertrauen stimmte, auch als ich die Startliste zum ersten Mal sah. Es war ein besonders gut besetztes FIS-Rennen mit einigen Europacupfahrern, die zum Teil ihre Punkte noch bestätigen wollten. Ich konnte allen noch einmal zeigen was in mir steckt. Nach einem gutem erstem Lauf reihte ich mich auf dem 3. Zwischenrang ein. Ich hatte nur +0.22s Rückstand und wusste, im Zweiten Lauf ist alles möglich!
Einer nach dem anderen schiebt sich mit kraftvollen Stockstössen aus dem Starthaus. Mein Start kam immer näher und ein starkes Gefühl breitete sich in mir aus «Ich kann gewinnen» sagte ich mir innerlich. Ich war also als Drittletzter and der Reihe, ich bündelte alle Energie und war bereit zu attackieren. 5..4..3..2..1.. und los! Ich erwischte den ersten Steilhang perfekt und konnte viel Tempo mit in die Fläche nehmen, auch die Übergänge im unteren Teil waren kein Problem, ich spürte das ich schnell war! Mit engster Linie kam ich über den letzten Übergang, danach noch 2 Tore, noch einmal klein machen und Ziel… BESTZEIT!
Alle applaudierten, und ich ließ einen Urschrei hinaus: «JAWOHL!». Doch das Rennen war noch nicht zu Ende – zwei Fahrer standen noch oben. Zuerst Gabin Janet (Jahrgang 2004). Wir alle beobachteten gespannt, wie er die letzten Tore bezwang. «Das war schnell!», sagten alle – und das war es auch. Ich blickte zur Anzeigetafel, als er die Ziellinie überquerte: Rang 2, mit nur +0.04 Sekunden Rückstand auf mich. Nun stand nur noch ein Fahrer am Start, während ich weiterhin in Führung lag: Delio Kunz (Jahrgang 1999, 5 Jahre älter als ich), ein Oberländer, der sich bereits im Europacup etablieren konnte und mit 20.00 FIS-Punkten am Start stand. Er war der letzte, der den zweiten Lauf in Angriff nahm. Früh, sehr früh schoss er über den letzten Übergang. Auch die letzten Tore nahm er perfekt. Delio überquerte die Ziellinie…. es war gelaufen. Er hat mich geschlagen und das Rennen gewonnen!
Nachdem ich ihm gratuliert hatte und selbst einige Glückwünsche entgegennehmen durfte, musste ich mich aus der Menge zurückziehen. In diesem Moment brach eine kleine Welt für mich zusammen. Ich hatte eine Top-Leistung gezeigt und einen hervorragenden zweiten Platz geholt, aber zählbare FIS-Punkte gab es keine. Hätte ich dieses Rennen gewonnen, wäre ich bei 23.40 Punkte gleichbedeutend der Selektion (Top 150 der Welt) in ein Swissski-Kader. Hätte, hätte, Fahrradkette….
Aber am nächsten Tag war ja noch einmal ein Riesenslalom auf dem Plan. Gleiche Piste, aber ich wusste, das Delio nicht am Start stehen wird. Jedoch schon früh am Morgen war klar, dass ich an diesem Tag keine zweite Chance bekomme. Die Piste konnte über Nacht nicht gefrieren, zu gefährlich, um ein Rennen durchzuführen. „Das darf nicht wahr sein“, dachte ich einmal mehr.
Nach St. Luc reisten wir noch für die letzten beiden Rennen nach Frankreich. Ich muss mir aber ehrlich eingestehen, dass zu diesem Zeitpunkt die Luft draussen war. Das lädierte Knie und der körperliche Rückstand aufgrund der Zwangspause, zollten ihren Tribut. Auch mental war ich nach den Geschehnissen in St. Luc ausgepowert.
So ging meine Saison zu Ende ohne einen weiteren Sieg, den ich so unbedingt noch einfahren wollte.
Meine grössten Erfolge in diesem Winter
- 3 Saisonsiege, 7 Podestplätze
- Bei jedem gestarteten Riesenslalom, den ich ins Ziel gebracht habe, war ich, mit lediglich zwei Ausnahmen, der beste U21 Athlet aus der Schweiz (Ausnahme Mürren als ich zurück kam von meiner Verletzung und der SM, als ich Zweitbester war)
- FIS-Punkte: 24,46 im GS und 44,52 im SG
- 4-mal war ich der beste Schweizer von allen in einem FIS Riesenslalom. Zweimal war ich noch zweiter.
- Mein erster Podestplatz in einem Super-G (Bormio P3)
- Nummer 24 unter allen aktiven Schweizer Riesenslalomfahrern – inklusive Odermatt und Co.
Keine Selektion für die Juniorennationalmannschaft (C-Kader) – eine riesige Enttäuschung und Unverständnis
Ende April gab Swiss Ski die neuen Kaderlisten bekannt, ich wurde nicht selektioniert. Ich bin in der Endabrechnung der beste U21 Riesenslalom Pilot der Schweiz und das mit 2-monatiger Zwangspause, aber es hat dennoch nicht gereicht. Ok, jetzt könnte man denken, da waren bestimmt viele andere einfach noch besser (?). Was den Riesenslalom betrifft, ist das eben nicht der Fall. Für die kommende Saison, wäre ich tatsächlich sogar der beste Riesenslalomfahrer (nach offizieller FIS Punkteliste) von der ganzen neu selektionierten C-Kader Truppe. Kann das wirklich sein, dass ich da keinen Platz bekomme? Ich habe mir dann mal noch die gesamte Selektionsliste angeschaut. Über alle Kaderstufen (inklusive Nationalmannschaft mit Odi & Co.), wäre ich von allen selektionierten Fahrern die Nr. 14 im Riesenslalom. Für mich ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar und eine grosse Enttäuschung.
Ich möchte einfach Danke sagen
Der Ski Sport kann knallhart sein ohne ein starkes Umfeld wäre vieles nicht möglich.
Ein riesiges Dankeschön geht an meine Familie in der Schweiz sowie an meine Familie in Deutschland.
Ich bin unglaublich privilegiert, diesen wunderbaren Traum leben zu dürfen – und ihn mit meiner Familie teilen zu können.
In erster Linie möchte ich meinen Eltern danken – für die grossartige Unterstützung und den unerschütterlichen Rückhalt, den sie mir Tag für Tag geben.
Ganz herzlichen Dank an alle Coaches die mich das ganze Jahr über betreut haben.
Weiter bedanke ich mich herzlich bei meinen Sponsoren, Partnern und Ausrüstern. Danke, dass ihr an mich glaubt und mich stets unterstützt habt!
Auch allen weiteren Gönnerinnen und Gönnern ein herzliches Dankeschön – für eure Unterstützung und euer ehrliches Interesse an meinem Weg!

Hopp Yann und herzliche Gratulation zu einer außergewöhnlichen Saison, bisch a coole Socke!
LikeLike